Ein Kürbisgulasch für sich ist ja schon ein kulinarischer Leckerbissen. In Ergänzung mit Debrecziner wird das Ganze zum Hochgenuss. Es passt so richtig in die kältere Jahreszeit, zumal  und die Debreziner noch ordentlich von innen einheizt.

Scharf, schärfer, am schärfsten – diese Adjektive kennzeichnen sie, die Debreziner Würstel. Aber wo kommen sie eigentlich her, die kleine Scharfen?

Die Würstel tragen zwar den Namen der Stadt Debrecen, die im Osten von Ungarn liegt, aber das ist ein wenig „hochgestapelt“, denn von dort stammen sie nicht.  Sie haben den Namen nach der Stadt lediglich ihrem Erfinder zu verdanken.

Bei Debrezinern handelt es sich um leicht geräucherte Würstel, die aus Rind- und Schweinefleisch, in Kombination mit edelsüßem Gewürzpaprika, hergestellt werden.

Und diese Spezialität hat es weit gebracht, denn sie ist nicht nur der Bestandteil in einer Reihe von verschiedenen ungarischen Gerichten. Sie liefert auch noch den perfekten würzigen
Räuchergeschmack gleich mit.

Sie punktet sozusagen mit weichen und saftigen Argumenten, denn im Gegensatz zu den lang geräucherten Wurstsorten, die beim Kochen leider hart werden, bleiben Debrecziner, selbst nach einer längeren Garzeit, eben weich und sehr saftig.

Je nach Zubereitung und Herkunft zeigen sie etliche geschmackliche Variationen – von herzhaft-würzig, wie sie Österreicher und Deutsche lieben, bis pikant-scharf, wie die Ungarn
sie bevorzugen.

Wir, die Schobers, lieben sie auch wegen der Farbe und des Geschmacks, darum empfehlen wir Ihnen heute das Kürbisgulasch mit Debrecziner!

Kürbisgulasch mit Debreziner

Zutaten

  • ca. 800 g Kürbis – wir empfehlen: Hokkaido oder Butternuss, der dann
    halbiert, entkernt und in ca. 23 cm große Stücke geschnitten wird.
  • 2 EL Paradeismark
  • je 2 Zwiebeln (ca. 300 g) und klein geschnittene Knoblauchzehen
  • 1 Schuss Essig und 1 l Wasser
  • 1 ½ TL ganzer Kümmel und 3 TL edelsüßes Paprikapulver
  • 2 speckige Erdäpfel – ca. 200 g und geschält sowie kleinwürfelig geschnitten
  • 2 rote, in dünne Ringe geschnittene Pfefferoni
  • 1 Lorbeerblatt
  • 1 grüner entkernter und kleinwürfelig geschnittener Paprika
  • ½ Becher Sauerrahm, der mit 1 gehäuftem TL Mehl glatt gerührt wird
  • Öl, Salz & Pfeffer sowie frisch gehackte Petersilie zum Bestreuen

Zuerst werden die Zwiebeln in ca. 3 EL Öl in einem Topf langsam geröstet. Anschließend das Tomatenmark und den Kümmel kurz mitrösten. Dann den Knoblauch und das Paprikapulver einrühren, danach mit Essig und Wasser aufgießen.

Jetzt die Hälfte vom Kürbis und den Erdäpfeln sowie das Lorbeerblatt zugeben, und alles ca. 15 Minuten ganz leise köcheln lassen. Danach ist es an der Zeit, die Pfefferoni, den Paprika, den übrigen Kürbis und den Erdapfel hinzuzufügen. Dann wird gesalzen und gepfeffert, und das Ganze muss jetzt ca. 15 bis 20 Minuten weich kochen.

Last but not least muss zuletzt das Rahmgemisch in das Gulasch gerührt werden, damit es einmal aufkochen kann.

Das nun fertige Gulasch vom Back-Herd ziehen. Vor dem Anrichten sollte es noch einige Minuten zugedeckt ziehen, dann mit Petersilie anrichten – fertig!

Geben Sie nun noch die herzhaft-würzig-scharfe Debrecziner mit auf Ihren Teller, erwartet Sie ein kulinarischer Hochgenuss, zu dem wir Ihnen guten Appetit wünschen!

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