Heute haben wir eine besondere Delikatesse für Sie: Kalbstafelspitz. Bestellen Sie einfach vor, dann bekommen Sie auch die richtige Portion.

Er entfacht seit jeher einen Hype, der Tafelspitz. Als wenn es sich um eine geheimnisvolle Rezeptur handelt, wird von ihm in den höchsten Tönen geschwärmt. Tafelspitz, ein Gericht der Wiener Küche, dessen ungewöhnliche Bezeichnung aber bayerisch-österreichische Wurzeln hat.

Aber, warum dieser Hype? Eigentlich besteht der Tafelspitz doch nur aus einem in Wasser mit Suppengrün oder Brühe gekochten, ganzen Stück Fleisch. Ok, er wird noch in Scheiben geschnitten, bis er zur wahren Delikatesse wird, aber warum ist das so?

Üblicherweise wird der Tafelspitz mit Apfel- oder Semmelkren und der bei Kochen nebenbei entstandenen, dann aber abgeseihten Suppenbrühe serviert. Zur Komplettierung wird Wurzelgemüse, in Würfel oder Streifen geschnitten, das vorher in einer Suppe gekocht wurde, gereicht. Aber damit nicht genug, Kartoffeln, Bratkartoffeln oder Kartoffelschmarren ergänzen das landestypische Gericht genauso wie Dillrahm-Fisolen oder Spinat und Schnittlauchsauce.

Übrigens wird ein ähnlich zubereitetes Rindfleisch-Gericht einfacherer und durchwachsener Qualität in Österreich und Bayern auch Tellerfleisch oder gekochtes Rindfleisch genannt.

Aber wir als Österreicher, setzen noch ein Tüpfelchen drauf, denn bei uns kommt, gemäß der jeweiligen Fleischsorte, Kavalierspitz, Schulterscherzel, Weißes Scherzel, Hüferscherzel, Mageres Meisel oder Kruspelspitz auf den Tisch. Auch das Krenfleisch ist vergleichbar, wird aber häufig aus Schweinefleisch zubereitet.

Der Kalbstafelspitz wird genauso wie ein normaler Tafelspitz zubereitet. Doch, weil es sich um zartes Kalbsfleisch handelt, verringert sich auch automatisch die Kochzeit! Und das Rezept ist nicht nur geschmacklich großartig, sondern auch gesundheitlich, weil es wenig Kalorien hat.

Kalbstafelspitz – einfach göttlich

Das Rezept für 6 Personen hat pro Portion 265 kcal auf und ist leicht zuzubereiten. Damit das Fleisch genügend Zeit zum garen hat, planen Sie bitte genügend Zubereitungszeit ein!

  • 1 kg Kalbstafelspitz
  • Salz & Pfeffer
  • 2 Zweige Rosmarin
  • Je 4 Zweige Thymian und Oregano
  • 4 Salbeiblättchen
  • 4 Knoblauchzehe
  • 1 Bio-Zitrone
  • 100 ml Olivenöl

Lassen Sie sich den Tafelspitz gleich von unserem Richard küchenfertig herrichten, dann müssen Sie die Sehnenstücke nicht selbst abschneiden, sondern können gleich beim Würzen starten. Salzen und pfeffern Sie das Fleischstück rundherum und massieren die Gewürze leicht ein.

Waschen Sie die Kräuter und trocknen Sie diese. Anschließend zupfen Sie die Blätter von den Stielen und hacken die Kräuter mittelgrob. Dann den Knoblauch schälen und in dünne Scheiben schneiden. Jetzt wird die Zitrone heiß gewaschen und die Schale dünn, ohne das Weiße darunter, abgeschält sowie in feine Streifen geschnitten. Verrühren Sie alle diese Zutaten nun mit 80 ml Olivenöl und salzen & pfeffern noch einmal leicht.

Jetzt wird der Backofen auf 80 Grad Celsius, Ober- und Unterhitze, vorgeheizt. Nun eine große, ofentaugliche Pfanne oder einen praktischerweise einen Bräter auf dem Herd erhitzen und das übrige Öl hineingeben. Den Kalbstafelspitz darin dann bei mittlerer Hitze von allen Seiten, insgesamt etwa 5 Minuten lang, anbraten. Dann vom Herd nehmen, und das Kräuteröl über dem Fleisch verteilen.

Schieben Sie die Pfanne oder den Bräter in die Mitte des Backrohrs und garen das Fleisch etwa 4 Stunden. Wir empfehlen, zwischendurch immer mal wieder mit dem würzigen Öl zu beschöpfen.

Nach ca. 4 Stunden ist der Kalbstafelspitz fertig und muss aus dem Ofen geholt werden. Wer ein Fleischthermometer benutzt, sollte schauen, ob die Kerntemperatur jetzt bei 65 Grad Celsius liegt.

Anschließend schneiden Sie das Fleisch in Scheiben, legen es auf eine vorgewärmte Platte und beträufeln es mit etwas vom würzigen Öl.

Dazu gibt es Braterdäpfel oder knuspriges Weißbrot, gedünsteten Blattspinat oder Mangold.

Das Geheimnis ist übrigens, das gute Fleisch quer zur Faser in Scheiben zu schneiden.

Wir sind gespannt, ob Ihnen der Kalbstafelspitz auch so gut schmeckt wie uns! Wir wünschen jedenfalls einen guten Appetit und kreatives Gelingen!

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