Pörkölt

Pörkölt ist ungarisch und bedeutet „Angeröstetes“! Manchmal ist es recht spannend, dem Ursprung einer Speise nachzugehen. Die österreichische Küche besteht ja im Wesentlichen aus den ins Zentrum der Macht importierten Gerichten der Länder des ehemaligen Kaiserreiches. Der bekannteste ungarische Beitrag ist wohl das Pörkölt. Stellen Sie sich einmal die Weiten der ungarischen Ebene vor und die Hirten, die in ihren Lagern das Essen für eine größere Gruppe ihresgleichen zubereiten wollten. Ein großer Kessel war da wohl der einfachste Weg, noch dazu, wo ja auf dem offenen Feuer gekocht wurde. Die Zutaten für eine einfache Suppe waren die Tiere ihrer Herden, Zwiebel und Wasser, sowie reichlich Zeit.

Gulyás ist ein „Rinderhirte“, und beide Begriffe, Gulyás und Pörkölt, stehen in der österreichischen Küche für ein sämiges und würziges Gericht ungarischen Ursprungs. Scharf angeröstet, und dann langsam geschmort. Diese Suppen wurde auch zu Eintöpfen und je nach Saison und Verfügbarkeit auch mit diversen Gemüsen zubereitet. Die Entdeckung Amerikas hat sie mit seinen „neuen“ Gemüsen, die in der ungarischen Tiefebene eine neue Heimat gefunden haben, weiter bereichert. Aus der ehemaligen Hirtensuppe entstand im Laufe der Zeit und angepasst an die Gegend und den Anlass der Zubereitung so manche Variante. Im Web kann man sich stundenlang mit verschiedensten Geschichten  zu diesen Gerichten einlesen.

Wir Schobers lieben das zarte und feine Kalbspörkölt! Freilich ist das Zubereiten auch eine längere Prozedur, für ein Kilogramm auf 2,5 cm gewürfeltes Schulterfleisch vom Kalb verwenden wir auch noch 5 große Zwiebeln, in Ringe geschnitten, 3 Zehen Knoblauch gerieben, frischen gelbem Spitzpaprika gewürfelt und würzen mit 4 EL süßem Paprikapulver, Majoran und Zitronensaft und Schale. In 5 EL heißem Schmalz bräunen wir die Zwiebelringe und das Fleisch, salzen und würzen, rühren 2 EL Paradeismark dazu. Auf kleiner Flamme und zugedeckt lassen wir das Pörkölt jetzt eine gute dreiviertel Stunde lang unter langsamer Zugabe einer halben Flasche Rotwein schmoren und ergänzen mit den Paprikawürfeln für eine weitere Viertelstunde.
Dazu essen wir sehr gerne Salzkartoffeln.

Der Duft beim Kochen schürt die Vorfreude. Wir wünschen Ihnen einen guten Appetit!
Die Schobers