Kaiserschnitzerl in Kapernsauce

Gerade die jetzt kältere und trübe Jahreszeit bringt es oft mit sich, dass wir uns gerne zu Hause aufhalten, um zu kochen, zu fachsimpeln, das eine oder andere neue Rezept zu genießen oder einfach nur in gemütlicher Runde zusammenzusitzen.

Unser heutiger Rezeptvorschlag vervollständigt die Kategorie „Nicht neu, aber köstlich“! Wir, die Schobers, möchten Ihnen damit beweisen, dass es sich kulinarisch lohnt, mal wieder ein traditionelles Kaiserschnitzerl vom Kalb auf den Tisch zu bringen.

Seit wann kitzelt das Kaiserschnitzerl unseren Gaumen?

Das Kaiserschnitzerl steht in engem Zusammenhang mit dem Wiener Schnitzel. Dessen Benennung hat sich – man glaubt es kaum – erst im 20. Jahrhundert so richtig durchgesetzt.

Im bekannten „Sacher-Kochbuch“ stellt der Autor Maier-Bruck fest, dass sich die Bezeichnungen, zwischen Kälberne Schnitzel, Kalbsschnitzel, im letzten Drittel des 19. Jahrhunderts Panierte Schnitzel und erst 1908 Wiener Schnitzel, ständig änderten.

Andere Quellen besagen jedoch, dass sich die Bezeichnung „Wiener Schnitzel“ bereits im „Allerneuestem allgemeinen Kochbuch“ von 1831 der Maria Anna Neudecker als „Wiener Schnitzel von Kalbfleisch“ findet. Auch das Leipziger Universallexikon von 1893 kennt bereits den Ausdruck dieses Wiener Schnitzels – nennt dafür aber auch als Synonym das „Kaiser-Schnitzel“.

Schaut man den Engländern über die Schulter, so bezeichnet das Wort „Schnitzel“ immer ein paniertes Schnitzel nach der Art des Wiener Schnitzels. Dabei stammt das englische Wort aus der französischen Sprache und heißt „escalope“. Schauen wir geschichtlich ganz weit zurück, so findet man bereits im 12. Jahrhundert in Konstantinopel ein in Teig gehülltes und dann in Fett ausgebackenes Fleisch, und auch im „Kleinen Österreichischen Kochbuch“ von 1798 finden sich „Gebachene Schnitzeln“.

Wir haben Ihnen jetzt hoffentlich Appetit auf Schnitzel gemacht? Unser Kaiserschnitzel vom Kalb heute ist nicht nach Wiener Art paniert und gebacken, sondern hat eine wunderbar sämige Sauce mit Kapern und Sauerrahm. Es ist schnell gemacht und Sie müssen kochtechnisch auch keinen großen Aufwand treiben!

Das Kalbfleisch bekommen Sie natürlich bei uns, den Schobers, in der Währinger Straße 3 bei der Votivkirche.

Kaiserschnitzerl vom Kalb

Zutaten für 4 Portionen – Garungsdauer 6 Minuten

  • 4 Kalbsschnitzel aus der Schale á 150 g
  • 3 EL Öl oder Butterschmalz
  • 8 cl Schlagobers
  • 3 EL Sauerrahm
  • 20 g gehackte Kapern
  • 8 cl Suppe oder brauner Kalbsfond
  • Salz
  • gehackte Petersilie
  • Zitronensaft
  • geriebene Zitronenschale
  • 1 TL glattes Mehl
  • Mehl zum Bestauben

Zunächst plattieren Sie bitte die Schnitzel, schneiden die Ränder ein, salzen und tauchen eine Seite in Mehl. Anschließend bitte gut abschütteln!

Jetzt erhitzen Sie das Fett in einer flachen Pfanne und legen die Schnitzel, mit der bemehlten Seite nach unten, ein. Dann braten sie diese beidseitig braun und heben sie anschließend aus der Pfanne.

Nun stauben Sie bitte Mehl ein, rühren durch und löschen mit Suppe oder dem Fond ab. Dann geben Sie Schlagobers bei, lassen alles einige Minuten kochen, und seihen ab.

Anschließend mengen Sie Kapern, Zitronenschale und Zitronensaft sowie die gehackte Petersilie unter, legen die Schnitzel in die Sauce, rühren den Sauerrahm ein und lassen alles, unter mehrmaligem Wenden, einige Minuten lang warm ziehen.

Als Beilagen empfehlen wir Erbsen- oder Schinkenreis. Aber natürlich passt auch ein knackiger Blattsalat wie zum Beispiel ein Bummerlsalat.

Wir, die Schobers, wünschen Ihnen guten Appetit!

Bild: Printemps – stock.adobe.com