Haben Sie Lust auf einen Marsch, der weder anstrengend, noch kräftezehrend ist?

Wir möchten Sie heute zu einem Grenadiermarsch einladen. Denn das bekannte österreichische Gericht der Restlküche ist für uns ein schnell zubereiteter Klassiker!

„Ein Marsch für Friedenszeiten“ – das ist er, denn der Begriff „Grenadiermarsch“, ursprünglich aus der Soldatensprache stammend, verdankt seine Herkunft der typisch militärischen Reste-Küche. Früher konnte so gut wie jeder k. u. k. Haushalt auf mindestens ein Mannsbild verweisen, das „gedient“ hatte und so seine kulinarischen Erfahrungen vom Militär mit nach Hause brachte.

Freilich, selbst ein Billiggericht wie der Grenadiermarsch mit Zutaten wie Wurst & Speck setzt eine ausreichende und stabile Versorgungslage voraus. Darum befand sich dieses Gericht vor allem in Friedenszeiten auf dem militärischen Speiseplan.

Und in der Tat war es so, denn man wird den „Grenadiermarsch“ auch im 1915 erschienenen und „vom k. k. Ministerium des Innern überprüften und genehmigten Österreichischen Kriegskochbuch“, von Gisela Urban recherchiert, vergeblich suchen.

Etwas verändert, denn er wurde einfach um den Speck gebracht, findet man ihn dort jedoch unter dem Begriff „Soldatenkappen“. Wir kochen heute das Original mit Speck!

Grenadiermarsch

Zutaten für 4 Portionen

  • 400 g Erdäpfel, speckig, in der Schale gekocht, geschält
  • 300 g gekochte Fleckerln
  • 200 g Wurst oder Leberkäse
  • 100 g Rauchspeck
  • 80 g Zwiebeln
  • Salz & schwarzer Pfeffer aus der Mühle
  • Majoran
  • 1 TL gehackte Petersilie
  • 60 g Butterschmalz

Zunächst schneiden Sie bitte die Wurst und den Speck in Würfel, die Zwiebeln in Scheiben und die Erdäpfel in messerrückendicke Scheiben.

Erhitzen dann  das Schmalz in einer Pfanne, um darin zuerst den Speck und die Wurst zu rösten und anschließend die Zwiebeln beizugeben, die dann weiterrösten.

Dann werden die Erdäpfel untergemengt und unter Wenden gebräunt.

Im Anschluss daran mischen Sie bitte die Teigwaren darunter und würzen, um dann das Gericht, mit Petersilie bestreut, zu servieren.

Schnell geht sie, die Restl-Küche – oder? Ideal also, um in Windeseile ein köstliches Gericht auf den Mittagstisch zu bringen.

Als Beilagen empfehlen wir: Häuptel-, Vogerl- oder Endiviensalat.

Guten Appetit!

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