Haben Sie Lust mit uns den herbstlichen Stürmen zu trotzen? Eine Suppe hält nicht nur schön warm. Sie ist auch geeignet, die eigenen Energiereserven wieder zu aktivieren und das Immunsystem zu stärken. Wussten Sie eigentlich schon, wann die ersten Suppen mit Wohlgeschmack und Wärme überzeugten?

Sicher ist, Speisen sind Teil der Kultur und haben dementsprechend ihre ganz eigene Geschichte. Dabei spielt die Suppe als Ur-Element der Küche eine entscheidende Rolle. Unsere Vorfahren waren sogar der Meinung, dass der Braten der Vater und die Suppe die Mutter der Kochkunst ist, denn ihr entstammen alle Saucen, Eintöpfe, Breie und Brühen, kurzum, alles in Wasser, Wein und Milch Gekochte.

Die allererste Suppe, so ist es jedenfalls überliefert, ist den Steinzeit-Menschen zu verdanken. Sie garten sie mittels glühender Steine in Gefäßen oder sogar wasserfest gemachten Säcken.

Und auch das Wort „Supen“ ist uralt. Bezeichnet es doch das Saufen, Schlürfen sowie Saugen. Als Hauptwort hat es sogar die europäischen Sprachen bereichert. In der archaischen Frühzeit wurde Suppe als warme Morgensuppe zubereitet. Dabei wurde sie als Getreideschrotbrei gekocht, von dem sich die Römer, Ritter, Patrizier und Bauern über die Jahrtausende hinweg, ernährten. Übrigens „lebt“ dieser Brei im Porridge und in der Hafergrütze bis heute fort!

Die Suppe ist ein wärmendes Essen für viele, und sie besitzt viele Tugenden. Denn sie wartet, sie erneuert sich, sie kann sich wandeln und wird mit jedem Aufkochen besser!

Eine warme Suppe hält ja bekanntlich Leib & Seele zusammen. Jetzt, im doch etwas trüben November, ist sie auch der richtige Weg zu Wärme und zum Wohlfühlen.

Darum empfehlen wir, die Schobers, Ihnen heute eine Ganslsuppe mit Bröselknöderln.

Ganslsuppe mit Bröselknöderln

Zutaten für 6-8 Portionen

Für die Suppe:

  • 1 Mastgansljunges mit Hals, Flügel, Magen, Leber und Füßen)
  • 6 Pfefferkörner
  • 2 Lorbeerblätter
  • 1 Bund Wurzelwerk
  • 1,5 l Salzwasser
  • 125 ml Weinessig
  • 20 g Gänseschmalz
  • 20 g Mehl
  • 200 ml Schlagobers
  • Muskatnuss

Für die Bröselknöderl:

  • 40 g Butter
  • 1 Ei
  • 1 Eidotter
  • 1 EL Petersilie
  • Salz & Pfeffer
  • 3 Semmeln sowie Wasser zum Weichen
  • Semmelbrösel nach Bedarf
  • Mehl, Ei und Brösel zum Panieren
  • Backfett zum Ausbacken

Zunächst kochen Sie bitte das Gänsefleisch in einer mit Lorbeer und Pfefferkörnern aromatisierten Salz-Essig-Wasser-Mischung etwa 1 Stunde lang weich. Während der letzten 20 Minuten geben Sie bitte das Wurzelwerk dazu.

Anschließend wird das Gänsejunge mittels einer Schöpfkelle aus der Suppe genommen, ausgelöst und in kleine Stücke geschnitten. Bitte stellen Sie das Wurzelwerk beiseite.

Jetzt wird aus Gänseschmalz und Mehl eine lichte Einbrenn zubereitet, um dann mit Gänsesud und dem Schlagobers aufzugießen. Die Suppe sollte nun so lange unter gelegentlichem Rühren kochen, bis sie sämig wird.

Schmecken Sie dann bitte mit Muskatnuss ab und passieren anschließend durch ein Haarsieb.

In der Zwischenzeit können Sie die Bröselknöderl zubereiten – dazu die Butter schaumig rühren und mit Dotter, Ei, Salz, Pfeffer, Petersilie und vorher in Wasser geweichten Semmeln vermischen. Anschließend fügen Sie bitte so viel Semmelbrösel hinzu, dass eine kompakte Masse entsteht. Jetzt können Sie daraus kleine Knödel formen, die in Mehl, Ei und Brösel paniert, in heißem Fett ausgebacken werden.

Bitte servieren Sie die Knöderl gemeinsam mit dem kleingeschnittenen Gänseklein und Wurzelwerk in der heißen Suppe.

Na, ist Ihnen schon ein wenig wärmer um Herz & Magen geworden? Dann hat die Ganslsuppe mit Bröselknöderl ihr Ziel erreicht! Und uns, den Schobers, bleibt nur, Ihnen einen guten Appetit zu wünschen!

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