Gänsebraten

Gans gebraten – Kurz vor dem Wintereinbruch kam die Zeit, die Vorräte genauer zu überprüfen, und die Tiere, die man nur schwer durchfüttern konnte, mussten daran glauben. So war es einmal, und auch heute folgen wir der Tradition, ab den ersten kalten Tagen im November, so wie unsere Vorfahren, das Federvieh einfach aufzuessen. Dieser Brauch wird von vielen Geschichten unterstützt. Wir alle hier in Österreich kennen die Martinigans, und auch die Weihnachtsgans wird überall verspeist, aber eigentlich gibt es, auch ohne Geschichten, keinen Grund, keine Gans in den Ofen zu schieben. Mit allerlei Garmethoden werden die Gänse zubereitet. Wir Schobers sind gerne klassisch unterwegs und braten unsere Gänse, gefüllt mit Apfel- und Zwiebelstücken im Ofen zuerst bei 130 Grad eine gute Stunde mit der Brust nach oben und dann umgedreht weiter 3 Stunden. Das große Finale macht die besonders knusprige Haut bei 200 Grad und dauert etwa 15 Minuten. Eine Emulsion aus Bier und Honig, mit der wir die Gans während der Endphase mehrmals bepinseln, macht eine wunderbare Knusprigkeit und Farbe.

Wichtig sind aber die kleinen Details, die das Gelingen ausmachen: Zuallererst, würzen wir Schobers die Gans mit Pfeffer und Salz, sowie auf der Innenseite mit Majoran oder noch lieber mit den Knurpeln vom Beifuß. Dann setzen wir die Gans auf einen Grillrost über einem Bräter mit etwa 2 cm Wasser, das Fundament für den Saft, der den Gänsebraten erst zum richtigen Festessen macht. Mit einem Schöpfer übergießen wir die Gans immer wieder mit dem im Bräter gesammelten Saft. Wir sollten uns vielleicht bei Gelegenheit eine Bratenspritze zulegen, damit wäre es sicher noch einfacher. Ist die Gans braun und fertig gebraten, lassen wir sie im abgeschalteten Ofen bei offener Türe solange stehen, bis wir mit dem Reduzieren des Safts fertig sind.

Dazu schöpfen wir zuerst das Fett vom Saft ab und kochen die Flüssigkeit am Herd bis zur Hälfte ein. Das Ergebnis lassen wir noch durch ein Sieb in die Sauciere laufen.
Wir Schobers haben es gut, wir nehmen das Rotkraut und die Knödel einfach aus dem Laden mit nach Hause.

Feiern Sie gut mit Gänsen aus unserem Laden. Wir haben sie, wie unsere Wildhühner, aus dem Waldviertel bekommen.

Guten Appetit wünschen die Schobers