Fisolen – ein grünes Wunder

Fisolen, auch grüne Bohnen oder Strankerl genannt, mögen es überhaupt nicht, umgangssprachlich zu den Gemüsen gezählt zu werden. Wie alle anderen Bohnenarten auch, gehören sie zu den Hülsenfrüchten.

Aber woher kommen Fisolen? Wieder einmal waren die spanischen Entdecker schuld. Sie brachten die Hülsenfrüchte im 16. Jahrhundert aus Mittel- und Südamerika mit nach Europa. Fisolen, eine Köstlichkeit, für deren Entdeckung wir den Spaniern noch dankbar sind – aber heute werden sie auch bei uns von Juni bis Oktober ganz frisch vom Feld geerntet!

Klein, groß, flach oder rund – wie mögen Sie Ihre Fisolen am liebsten? Neben der klassischen grünen Variante, gibt es die Bohnen auch noch in Gelb, Orange, und als vielleicht letztem
Versuch, sogar in Violett. Generell wird zwischen den frei wachsenden Buschbohnen und den Stangenbohnen unterschieden. Letztere benötigen zum Wachsen eine Stütze. Beide Varianten eint aber, dass die Fisolen, und das im Gegensatz zu den anderen Bohnenarten, im Ganzen verzehrt werden können, d.h., die Kerne mit der Hülle. Aber bitte nur gegart!

Warum? Nun im rohen Zustand enthalten die Fisolen den giftigen Eiweißstoff Phasin. Dieser kann zu bösen Magen- und Darmschmerzen führen. Dieses Phasin wird aber durch Hitzeeinwirkung
abgetötet, so dass einem Genuss von gegarten Fisolen nichts mehr im Wege steht.

Dabei ist der Gesundheitswert dieser kleinen grünen Bohnen nicht zu unterschätzen. Sie haben nur wenige Kalorien, glänzen aber mit umso mehr Ballaststoffen. Diese fördern unsere Verdauung nachhaltig und sättigen uns gut und lange. Ebenso sind Fisolen ausgezeichnete Lieferanten von Kalium, Kalzium, Magnesium und last but not least, von Vitamin C. Zusätzlich sind ihnen noch wertvolle sekundäre Pflanzenstoffe zuzuordnen, die als krebsvorbeugend, entzündungshemmend und cholesterinsenkend gelten und eingestuft wurden. Klein, aber oho!

Wie lange halten Fisolen?

Wer Fisolen kaufen möchte, erkennt deren Frische an der leuchtend grünen Farbe. Des Weiteren sollten die kleinen Bohnen eine glatte Oberfläche sowie eine Schale, die saftig aussieht und beim Verbiegen bricht, besitzen – ein kleines Knack-Geräusch ist der eindeutige Beweis!

So wirklich lange halten sich frische Fisolen leider nicht. Deshalb ist es ratsam, sie nach dem Kauf im Gemüsefach des Kühlschranks, in feuchtes Küchenpapier gewickelt, zu deponieren.

Sissis Tipp: Fisolen lassen sich aber auch problemlos einfrieren.

Das Putzen beschränkt sich darauf, dass nach dem Waschen die Spitzen und Stängel jeder Fisole gekappt werden. Weiterhin können sie entweder in einem Topf mit einem Dämpfeinsatz gedämpft oder in wenig Salzwasser gedünstet werden.

Die schöne grüne Farbe bleibt am besten erhalten, wenn Fisolen nur kurz blanchiert werden, 8 Minuten sollten deshalb nicht überschritten werden.

Sissis Tipp: Geben Sie dem Kochwasser einen Teelöffel Natron oder Backpulver zu. So bleibt die schöne grüne Farbe! Und auch Butter oder Olivenöl, nach dem Garen zugegeben, machen Fisolen noch schmackhafter und verstärken das Aroma.

Rezept für einen großartigen Fisoleneintopf mit Schweinsschulter

Die Zutaten

  • 700 g würfelig geschnittene Schweinsschulter – bei uns bekommen Sie diese fix-fertig!
  • einige ganze, geschälte Knoblauchzehen
  • 6 klein geschnittene Schalotten
  • je 2 Thymian- und Rosmarinzweige
  • 1 EL Tomatenmark
  • ein bisschen Rotwein
  • ¼ l Suppe zum Aufgießen
  • 500 g geputzte und in Stücke gebrochene zarte Fisolen
  • je 8 geschälte, blanchierte Erdäpfel und Paradeiser
  • 80 g kleine weiße Bohnen – zum Beispiel Risina-Bohnen, die gekocht wurden
  • dazu noch etwas Salz & Pfeffer und Öl
  • sowie frisches Basilikum zur Dekoration

Salzen und pfeffern Sie die Fleischwürfel und braten Sie diese in einem Topf mit Öl an. Anschließend rösten Sie die Schalotten und den Knoblauch kurz mit. Jetzt wird das Tomatenmark eingerührt und die Kräuter beigegeben – und alles wiederum, kurz mit geröstet, um dann alles abschließend mit Rotwein abzulöschen.

Dabei sollte der Wein etwas einkochen. Danach gießen Sie das Ganze mit Suppe auf. Das Fleisch muss nun ca. 40 Minuten weichschmoren.

Bringen Sie die Fisolen in einem Topf mit Salzwasser zum Kochen. Bitte nicht länger als 6-7 Minuten kochen!

Schneiden Sie die Paradeiser kreuzweise ein, um sie dann kurz in kochendes Wasser zu legen. Daraufhin werden sie kalt abgeschreckt, geschält, geviertelt und entkernt. Die Erdäpfel müssen jetzt mit einem Parisienne-Ausstecher zu kleinen Kugeln geformt werden, die dann in Salzwasser kochen. Bevor das Fleisch ganz weich & gar ist, geben Sie die Paradeiser, Erdäpfel, Fisolen und weißen Bohnen hin und schmoren Sie diese für ca. 5 Minuten mit.

Nun ist er fertig, der köstliche Fisoleneintopf, den Sie nun in tiefen Tellern anrichten und mit dem Basilikum schön dekorieren.

Wir, die Schobers, wünschen Ihnen guten Appetit!

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