Ein Rindsfilet, sozusagen das Premium-Stück, ist ja immer eine kleine Sünde wert, oder? Zart und aromatisch, kommt das Beste, was ein Rind zu bieten hat, auf den Tisch. Dabei ist die Zubereitungsart häufig zweitrangig – die Fleischqualität muss stimmen. Und das perfekte Bio Rindfleisch bekommen Sie natürlich bei uns, den Schobers, in der Währinger Straße beim Schottentor.

Heute möchten wir mit Ihnen Filetscheiben im Wok zubereiten.

Warum Filetscheiben im Wok braten?

Der Wok ist für viele traditionelle Stile, wie zum Beispiel das Thai-Streetfood, ein sehr wichtiges Koch-Werkzeug. Und übrigens auch interessant, klassische Zutaten in Wok-Rezepten unterscheiden sich nicht von denen, die für Gerichte aus der Pfanne verwendet werden. Der Wok ist auch nichts anderes als eine hohe Pfanne, die durchgehend gewölbt ist.

In der chinesischen, süd- und südostasiatischen Küche stellt der Wok das wichtigste Koch-Utensil dar. Dabei wird er als universelle Pfanne genutzt, denn er kann sowohl als Topf als auch als Dünster und Fritteuse genutzt werden. So vielfältig wie seine Einsatzmöglichkeiten ist auch seine Namensgebung. In Indonesien wird er Wadjan genannt, während er in Malaysia als Kuali und auf den Philippinen als Kawa, der große Wok, bekannt ist. Die allgemeine Bezeichnung Wok stammt allerdings aus dem Kantonesischen.

Gegenüber einer Pfanne hat er den Pluspunkt, dass bereits fertiggegarte Fleisch- oder Gemüsestücke an seinem gewölbten Rand hochgeschoben werden können, so dass sie dort nicht mehr weiterbraten – nur noch warm gehalten werden. In der Zwischenzeit können, im heißen Zentrum sozusagen, weitere Zutaten wie Gemüse und Saucen braten oder köcheln.

Charakteristisch beim Wok ist, dass es keinen Unterschied zwischen Boden und Wand gibt. Die gesamte Pfanne ist als Kugelkappe geformt. Ein Wok ist sehr vielseitig und kann zum Braten, Frittieren, Dünsten, Kochen, Schmoren, Blanchieren, Rösten, Räuchern und Dämpfen Verwendung finden. Als wichtigste Garmethode gilt aber das „Pfannenrühren“, welches auch „Sautieren“ genannt wird. Hierbei werden die Zutaten, die ständig bewegt werden, kurz angebraten, so dass sie schnell gar werden.

Und genau diese Garmethode ist für die Filetscheiben ideal! Planen Sie bitte ca. 50 Minuten Zubereitungszeit ein.

Filetscheiben aus dem Wok

Zutaten

  • 500 g Rindsfilet
  • 3 Karotten
  • 200 g Weißkohl
  • 1 Stange Lauch
  • Je ½ rote, orange und gelbe Paprikaschote
  • 1 Bund Frühlingszwiebeln
  • 30 g Shiitake-Pilze
  • 30 g Sojasprossen
  • 200 g Zuckerschoten
  • 1 fein gewürfelte Chilischote – jedoch nach Belieben!
  • 3 EL Sesamöl
  • 8 EL Kalbsjus
  • 6 EL Sojasauce
  • 6 EL Ketjap Manis aus dem Asia-Laden
  • Fischsauce aus dem Asia-Laden
  • 4 cl Sherry
  • Szechuan-Pfeffer sowie frisch gemahlener Pfeffer
  • Und nach Belieben: 1 EL Koriandergrün

Zuerst schneiden Sie bitte das Rindsfilet in dünne, ca. 3 mm starke Scheiben. Dann putzen oder schälen Sie den Weißkohl, den Lauch, die Frühlingszwiebeln, die Karotten, die Zuckerschoten und den Paprika. Anschließend bitte waschen und alles in feine Streifen schneiden. Jetzt die Sojasprossen abtropfen lassen sowie die Stiele der Shiitake-Pilze ein wenig kürzen.

Nun die Filetscheiben im Wok portionsweise im heißen Öl kräftig anbraten. Dieses sollte bei starker Hitze geschehen – dann herausnehmen und beiseite stellen.

Im verbliebenen Öl braten Sie jetzt bitte die Gemüsesorten nacheinander an, bis alles gar ist. Allerdings sollte das Gemüse noch bissfest sein – herausnehmen, und wiederum beiseite stellen…

Zuletzt werden die Pilze angebraten, nach Belieben können noch Chiliwürfel zugefügt und kurz mitgebraten werden. Dann wird das Gemüse samt den Pilzen wieder in den Wok gegeben, erhitzt und mit Kalbsjus, Ketjap Manis, Sherry und Sojasauce abgelöscht, um dann mit der Fischsauce und den beiden Pfeffersorten gewürzt zu werden.

Zum Abschluss wird das Fleisch zugefügt, noch einmal kurz im Wok erwärmt und dann alles gut vermischt. Last but not least richten Sie bitte die Rinderfiletscheiben mit dem Gemüse auf den Tellern an. Garnieren Sie nach Belieben mit Koriandergrün. Als Beilage empfehlen wir gekochten oder gebratenen Basmati-Reis, wobei Sie den Letzteren bereits am Vortag kochen sollten.

Wir, die Schobers, wünschen Ihnen guten Appetit!

Bild: Alexander Raths– stock.adobe.com