Hering & so

Asche und Hering beenden die närrische Zeit. Abrupt endet die Völlerei und geht über in eine weitere Festlichkeit mit geänderten Zutaten. Seit dem 6. Jahrhundert beginnt am Aschermittwoch eine 40-tägige Fastenzeit, und wir Menschen wären nicht, was wir eben sind, also einfallsreich und lustbetont, wenn wir nicht auch das Fasten zumindest am ersten Tag zum Fest umgestalteten. Der Start der Fastenzeit, ein üppiges Genießen auf Basis des Fleischersatzes Fisch mit einem mit der Asche der Palmkätzchen des Vorjahres auf die Stirne gezeichnetem Kreuz.

Allerlei Fisch-basierende kalte Salate, erfrischend und säuerlich, komponiert aus Äpfeln, süß-sauren Gurken, marinierten Heringen, Kapern, Oliven, harten Eiern, gekochten Kartoffeln, roten Rüben, Mayonnaise, Senf und Chutneys, sowie Joghurt, Sauerrahm und Zwiebeln sind die Zutaten zu bunten Platten und Schüsseln für das „Einfeiern“ einer mehr oder weniger kargen Zeit.

In Zeiten, in denen die Wintervorräte der letzten Wachstumsperiode zu Ende gingen, hatte die Fastenzeit tatsächlich ein reales Fundament. Hart angegriffen von der Maßlosigkeit der Faschingsfeste, waren die gelagerten Reserven oft schon aufgebraucht. Echter Hunger hat an vielen Orten das Schwelgen abgelöst, und es wurde ungeduldig auf den Start der Natur gewartet.

Wir, die Schobers, bereiten allerlei für Ihren Heringsschmaus vor und freuen uns auf Ihren Besuch bei uns!